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Das Museum im Werden

Das Museum Selma wird derzeit geplant und entsteht in den kommenden Jahren in Köln. Über den Planungs- und anschließenden Bauprozess halten wir euch jederzeit auf unserer Seite zum Museumsbau auf dem Laufenden.

Auf dieser Seite geben wir euch einen Einblick, wie das Museum einmal aussehen soll. Die gezeigten Bilder sind erste Visualisierungen der Entwurfsidee für das Museum. Das genaue Erscheinungsbild des Museums kann sich im weiteren Planungsprozess noch verändern. 

60 Prozent der Fläche, 100 Prozent Museum Selma

Das Museum Selma entsteht auf etwa 60 Prozent der ursprünglich vorgesehenen Fläche. Hintergrund sind die gestiegenen Baukosten der vergangenen Jahre in Deutschland und höhere Sanierungskosten für die Halle, aus denen Mehrkosten entstanden sind. Um im vorgegebenen Kostenrahmen zu bleiben, sind starke Einschnitte ins Raumprogramm des Museums nötig. Der Entwurf für das Museum, den wir euch auf dieser Seite zeigen, wird bis Ende 2026 so umgeplant, dass das möglich ist. 

Ein erster Einblick

Der Eingangsbereich

Zu sehen ist der helle Eingangsbereich des Museums. Auf dem Boden verlaufen die alten Schienen und oben das Tragwerk und die Kranbahnen der alten Industriehalle. Im mittleren Teil ist eine große hölzerne Freitreppe, die zur Erschließung der oberen Räume dient oder zum Verweilen. Auf der Treppe sitzend kann in den Bereich für die Wechselausstellungen geblickt werden. Rechts der Ticketschalter.
Atelier Brückner

Das Museum Selma versteht sich als „Dritter Ort“: ein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt und der nicht dem Konsum unterworfen ist. Weite Flächen im großzügigen Foyer sind frei zugänglich. Das gilt auch für die Freitreppe links im Bild, die Besuchende zum Verweilen einlädt – mit Blick in die Museumshalle und auf die Sonderausstellungsfläche. 

Die Nachbarhalle 71 wird bis auf ihr Stahlskelett zurückgebaut: Über diese sogenannte "Freilufthalle" kommen Besucher*innen in das Museum Selma. So entstehen auch unter freiem Himmel im Eingangsbereich Flächen, die von den Menschen im Stadtteil Köln-Kalk vielfältig genutzt werden können. 

Zu sehen ist die freigelegte benachbarte Halle, über die die Besuchenden in das Museum kommen. Das alte Stahlgerippe bleibt stehen. Entlang alter Schienen auf dem Boden kann der Eingangsbereich des Museums betreten werden.
Atelier Brückner
Zu sehen ist das lange Seitenschiff der Museumshalle. An Tischen und auf Sitzbänken sitzen Menschen, auf dem Boden spielen Kinder. Im mittleren Teil ist ein Ticketschalter zu sehen. Rechts ider Eingang/Ausgang.
Atelier Brückner

Schon im Eingangsbereich des Museums ist der erste Eindruck geprägt von viel natürlichem Licht, nachhaltigen Holzeinbauten und viel freiem Raum. Das Foyer erstreckt sich entlang des Seitenschiffs der Halle. Besucher*innen werden entlang des Verlaufs der Oberlichter durch das Gebäude geleitet. Das Museum entsteht in der Halle über einen Haus-in-Haus-Einbau. Das ermöglicht den größtmöglichen Erhalt des industriellen Charakters der über 100 Jahre alten Halle bei gleichzeitiger Energieeffizienz. 

Die Ausstellung

Das Kernstück der Dauerausstellung besteht aus einer chronologischen Darstellung deutscher Geschichte, um die Perspektiven der Migration ergänzt, sowie mehreren Konzepträumen, die einzigartige Besuchserlebnisse schaffen. Die Ausstellung basiert auf der bundesweit einzigartigen Sammlung migrationsgeschichtlicher Zeitzeugnisse, die unser Träger DOMiD seit 1990 aufgebaut hat. 

Intro und Outro
Zu sehen ist die Eingangssituation in die Dauerausstellung von Museum Selma. Das Seitenschiff der Museumshalle mit seinem stählernen Tragwerk und dem hellen Hallendach ist deutlich zu sehen. Menschen gehen an großen Bildtafeln vorbei, die Momente deutscher Geschichte zeigen.
Atelier Brückner

Das Museum Selma erzählt deutsche Geschichte neu und schafft neue Blickwinkel: Das zeigt sich auch dort, wo Besuchende die Ausstellung betreten und später wieder verlassen. Was dort gezeigt wird, hat sich in der Zwischenzeit nicht verändert – wohl aber die Sicht der Besuchenden darauf. Das Museum lädt Besucher*innen zu einem Perspektivwechsel ein.

Die Chronologie
Zu sehen ist ein großer Ausstellungsraum mit Erklärungstafeln, Vitrinen mit Objekten und Menschen, die diese betrachten. Darüber schwebt eine große Bande mit Illustrationen für die Jahre 1945 bis in die Gegenwart.
Atelier Brückner

Besucher*innen beginnen den Rundgang über den einladenden Eingangsbereich und können die Ausstellung anschließend in einem Free-Flow-Parcours erkunden. Dabei bildet die Chronologie das räumliche Zentrum der Dauerausstellung. Sie erzählt die Geschichte Deutschlands ab dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute. Jüngste Ereignisse können von den Besuchenden partizipativ mit- und fortgeschrieben werden.

Die Dauerausstellung: Detailblick
Zu sehen sind Vitrinen und Installationen aus der geplanten Ausstellung. Im Hintergrund sind zwei der Konzepträume angedeutet, die betreten werden können.
Atelier Brückner

Detaillierter Einblick in die Dauerausstellung: Vitrinen mit historischen Objekten und künstlerische Installationen lassen Migrationsgeschichte lebendig werden. Im Hintergrund ist der Eingang in zwei Konzepträume zu sehen.

Die Konzepträume
Zu sehen ist ein runder Raum mit hohen Vorhängen. Menschen sitzen auf Sofas. In der Mitte ist eine große Pusteblume zu sehen und viele kleine Pusteblumen als Lichtinstallation.
Atelier Brückner

Einer der geplanten Konzepträume, die die Chronologie ergänzen, befasst sich mit dem Thema Liebe. Das Museum Selma zeigt Migration als Normalfall menschlicher Gesellschaften. Die Ausstellung erzählt davon, wie eng Migration mit der Lebensrealität der Menschen in Deutschland verknüpft ist. Sie zeigt auf, wie sehr Migration in allem steckt, was Menschen bewegt. Was hat Liebe mit Migration zu tun? Welche Objekte, die von Liebe zeugen, erzählen gleichzeitig Migrationsgeschichten? Die Konzepträume eröffnen neue Perspektiven. 

Zu sehen ist die Eingangssituation in die Dauerausstellung von Museum Selma. Das Seitenschiff der Museumshalle mit seinem stählernen Tragwerk und dem hellen Hallendach ist deutlich zu sehen. Menschen gehen an großen Bildtafeln vorbei, die Momente deutscher Geschichte zeigen.
Atelier Brückner
Zu sehen ist ein großer Ausstellungsraum mit Erklärungstafeln, Vitrinen mit Objekten und Menschen, die diese betrachten. Darüber schwebt eine große Bande mit Illustrationen für die Jahre 1945 bis in die Gegenwart.
Atelier Brückner
Zu sehen sind Vitrinen und Installationen aus der geplanten Ausstellung. Im Hintergrund sind zwei der Konzepträume angedeutet, die betreten werden können.
Atelier Brückner
Zu sehen ist ein runder Raum mit hohen Vorhängen. Menschen sitzen auf Sofas. In der Mitte ist eine große Pusteblume zu sehen und viele kleine Pusteblumen als Lichtinstallation.
Atelier Brückner

Wir denken die Ausstellung mit der Architektur zusammen, als szenografisches Gesamterlebnis, das aus den Inhalten der Ausstellung und der Geschichte des Gebäudes entsteht. Zugleich verstehen wir das Museum als offenen Ort für die Nachbarschaft.

Michel Casertano, Projektleiter bei Atelier Brückner

Das Umfeld

Das Museum Selma entsteht in inmitten einer der am dichtesten besiedelten Metropolregionen Europas: dem Rhein-Ruhr-Gebiet, genauer in Köln. Im Herzen des Stadtteils Köln-Kalk steht seit Jahren ein Areal leer: die „Hallen Kalk“. Im vergangenen Jahrhundert ließ hier der Klöckner-Humboldt-Deutz-Konzern (KHD) Motoren produzieren, dann kam der lange Stillstand. Gemeinsam mit unseren Partnern bringen wir wieder Leben in die „Hallen Kalk“. 

Museum Selma
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.

Mit dem Museum Selma entsteht in der Halle 70 ein kultureller Ort, den es so in Deutschland noch nicht gibt. Wir erzählen die Geschichte der Migration in diesem Land neu – und damit sein Gestern, Heute und Morgen. Auf den über 10.000 Quadratmetern dieser ehemaligen Industriehalle entsteht in den kommenden Jahren ein Ort der Begegnung und des Austauschs.

Pflanzstelle
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.

Die Pflanzstelle ist ein selbst organisierter, öffentlicher Gemeinschaftsgarten. In Hochbeeten bauen engagierte Ehrenamtliche hier ökologisches Gemüse und Kräuter an. Neben dem Gärtnern versteht sich die Pflanzstelle als sozialer und politischer Raum, in dem Workshops und Events zu ökologischen und gesellschaftlichen Themen stattfinden.

Halle 71
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.

Eine Machbarkeitsstudie hat mögliche Nutzungen für die Nachbarhalle des Museums Selma erarbeitet: Das Dach wird größtenteils geöffnet und es entsteht ein Vorplatz, der auch als Eingangsbereich des Museums Selma fungiert. Dazu kommen Grünflächen und weitere Freizeitnutzungen.

Kunsthaus Kalk
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.

Das Kunsthaus Kalk ist ein neues, inklusives Projekt der etablierten künstlerischen Initiativen X-SÜD und KAT18. Künstler*innen mit und ohne Behinderung arbeiten bereits jetzt in einem Modellprojekt in einer "Inklusiven Akademie" im Eckhaus der Dillenburger Straße 67. Perspektivisch soll in einer der Hallen eine Produktionsstätte mit Ateliers und Werkstätten sowie die Akademie als neuer inklusiver Bildungsort einziehen.

CCCC – Kreationszentrum Zeitgenössischer Zirkus
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.

Das Kreationszentrum Zeitgenössischer Zirkus – CCCC bietet in der Halle 63 einen Raum für Bewegungskunst. Hier werden die Grenzen der Zirkustechniken als Ausdrucksform ausgelotet. Es entsteht ein Mix aus Artistik, Fortbildungen, Zirkuspädagogik und Partizipation – mit den ungewöhnlichen und einzigartigen Mitteln des zeitgenössischen Zirkus.

Kulturhof Kalk
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.

Der Kulturhof Kalk bietet Bürger*innen einen selbstverwalteten Ort, an dem nachbarschaftliche Freiräume, niedrigschwellige Kulturangebote und leicht zugängliche Arbeitsräume für sozial und kulturell arbeitende Menschen Platz haben. Sowohl in der Halle 66 als auch auf einer großen Freifläche ist Raum für Konzerte und Veranstaltungen.

Abenteuerhallen Kalk
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.

Die Abenteuerhallen Kalk – AHK sind eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt urbane Jugend- und Bewegungskulturen: Klettern, Skaten, Trial, BMX, Mountainbike und Artistik. Auf zwei Hallen und ein Außengelände verteilt, sind die AHK für viele Kinder und Jugendliche aus der Region ein Ort des Austauschs und Ausprobierens. 

Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.
Das Bild zeigt eine 3D-Visualisierung des Areal "Hallen Kalk" in Köln. Dort entsteht das Museum Selma.

Ausgezeichnet

Der Architekturentwurf für das Museum Selma wurde mit dem renommierten German Design Award 2026 ausgezeichnet. Die Jury sagt in ihrem Statement über die Entwurfsidee von ATELIER BRÜCKNER: „Die konsequente Integration nachhaltiger Materialien und der respektvolle Umgang mit dem Bestand prägen Museum Selma auf eindrucksvolle Weise. Modulare Holzeinbauten nach Cradle-to-Cradle-Prinzipien schaffen flexible Räume, die das industrielle Erbe sichtbar bewahren und gesellschaftliche Vielfalt fördern. Besonders hervorzuheben ist die authentische Verbindung von Architektur, Geschichte und Teilhabe, die einen kraftvollen Maßstab für exzellente Konzeptarchitektur setzt.“

Die Visualisierung von ATELIER BRÜCKNER zeigt den geplanten Eingangsbereich des Museums Selma. Die Entwurfsidee wurde mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet.