Entsprechend der Fördersumme, die Bund und Land NRW für den Bau des Museums bereitstellen, hat die Bauherrin DOMiD im europaweiten Vergabeverfahren für Architektur und Ausstellungsgestaltung des Museums einen Kostenrahmen von 44,26 Millionen Euro vorgegeben.
Während der Verhandlungen um das Erbbaurecht (2020-2025) haben sich die Baukosten in diesem Land in nie dagewesenem Ausmaß erhöht – um 50 Prozent. Darüber hinaus ist die Halle, in der das Museum entsteht, in einem schlechteren Zustand, als anzunehmen gewesen wäre, was zu einem größeren Sanierungsaufwand führt.
Um das Museum mit seinem geplanten Raumprogramm umzusetzen, fehlten Stand Ende 2025 knapp 20 Millionen Euro. Damit ist das Museum Selma nur so weit teurer geworden wie die allgemeine Preissteigerung im Bauwesen der vergangenen Jahre. Unter Berücksichtigung eines Risikopuffers und weiterer Indexierung, lag eine Unterdeckung von 33 Millionen Euro vor. Diese Mehrkosten wurden von den Zuwendungsgebern nicht aufgefangen. Daher musste eine andere Lösung gefunden werden.
Nach gründlicher Abwägung aller Faktoren strebt der Träger DOMiD eine Realisierung des Museums am ursprünglich vorgesehenen Standort in Köln-Kalk an, die durch eine Kürzung des Raumprogramms und eine Reduktion der Fläche auf etwa 60 Prozent den vorgegebenen Kostenrahmen von 44,26 Millionen Euro einhält.