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Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entstehung des Museums Selma: Beim Runden Tisch mit allen Beteiligten des Bauprojekts hat unser Träger DOMiD eine erste konzeptionelle Grundlage vorgestellt, die die eine mögliche Umsetzung am Standort Halle 70 aufzeigt. Alle Beteiligten sprechen sich dafür aus, das Museum weiterhin dort zu realisieren. 

Der Oberbürgermeister der Stadt Köln, wo das Museum Selma entsteht, hatte dankenswerterweise zu dem Runden Tisch eingeladen, um gemeinsam über die Zukunft des Museums zu sprechen. Gemeinsam mit den Zuwendungsgebern aus dem Land Nordrhein-Westfalen, Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung wurden dabei die Weichen gestellt, um das Museum Selma am Standort Halle 70 in Köln-Kalk auf den Weg zu bringen. 

Neuer Ansatz für die Umsetzung

Seit Wochen prüft unser Träger DOMiD intensiv die Möglichkeit, das Museum Selma durch starke Einschnitte im Raumprogramm an seinem ursprünglich vorgesehenen Standort zu realisieren. Zuvor war ein alternativer Standort geprüft worden, der jedoch auf Grund massiver Projektrisiken nicht weiterverfolgt werden konnte. Der Hintergrund sind inflations- und sanierungsbedingte gestiegene Baukosten, die wir auf unserer Transparenzseite näher erläutern.

Der Weg, den unser Träger DOMiD verfolgt, sieht eine Umsetzung des Museums auf 60 Prozent ursprünglich vorgesehenen Fläche vor. Diese Einschätzung basiert auf ersten planerischen Überlegungen und einer groben Kalkulation. Rechtliche Prüfungen stehen derzeit noch aus.

60 Prozent zuerst. Ausbau möglich

Dieser neue Ansatz sieht das Denken in Bauabschnitten vor. Als Erstes stehen demnach eine Sanierung und Ausbau von 60 Prozent der Halle an. Die restlichen 40 Prozent sollen als Trockenhalle erhalten bleiben, die bei Bedarf stellenweise abgesichert wird. 

Sollten in der Zukunft Mittel zur Verfügung stehen, könnten dann innerhalb dieser 40 Prozent weitere bauliche Abschnitte saniert und das Museum anschließend ausgebaut werden. 

Dieser Ansatz von 60 Prozent der geplanten Fläche bedeutet für das Museum deutliche Änderungen am Raumprogramm. Durch diese Abstriche wird es möglich sein, das Museum mit dem bestehenden Baubudget in der Halle 70 zu realisieren – vorbehaltlich der rechtlichen Prüfungen. 

Die schematische Darstellung zeigt den Osthof in Köln-Kalk, wo das Museum Selma entstehen wird. Die Halle 70 als Standort des Museums ist zu 60 Prozent schwarz eingefärbt, der Rest ist ausgegraut. Darüber steht "60 Prozent der Fläche. 100 Prozent Museum Selma".
Weniger Fläche, gleiche Vision: Das Museum Selma entsteht am vorgesehenen Standort in Köln-Kalk.
Grafik: Ballhaus West

Der Kern des Museums bleibt dabei weitestgehend erhalten: die Ausstellung. Auf Basis der einzigartigen Sammlung migrationsgeschichtlicher Zeugnisse ergänzt sie die deutsche Geschichte um die Perspektiven der Migration und gibt bislang viel zu wenig gehörten Perspektiven endlich Raum. 

So kann das Museum weiterhin ein zentraler Ort der Zugehörigkeit für Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsbiografie werden – ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Auseinandersetzung mit Fragen des demokratischen Miteinanders. 

Große Einigkeit für die Lösung

Welche weiteren Auswirkungen die Flächenreduzierung auf einzelne Bereiche haben wird, zeigt sich in den kommenden Planungen. Sobald die rechtlichen Prüfungen abgeschlossen sind, kann DOMiD als Bauherrin Planungsmittel aus den vorhandenen Fördergeldern beim Land NRW beantragen. Mit ihrer Hilfe können dann die Umplanungen für das Museum Selma auf 60 Prozent der Fläche beginnen.

Für diesen Weg besteht große Einigkeit unter allen Beteiligten. Wir danken dem Oberbürgermeister für die Initiative sowie den Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung auf kommunaler, Landes- und Bundesebene für den konstruktiven Austausch und die klare Unterstützung des Projekts.

Das primäre Ziel der Bauherrin DOMiD ist, die Umplanungen des Museums Selma auf 60 Prozent der Fläche noch in diesem Jahr fristgerecht fertigzustellen. Parallel dazu wird nachrangig eine Fristverlängerung für die Fördermittel des Bundes als Schutzschirm angestrebt. 

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Die schematische Darstellung zeigt das Gelände des Osthofs in Köln-Kalk, wo das Museum Selma entstehen wird. Die Halle 70 als Standort des Museums ist zu 60 Prozent schwarz eingefärbt, der Rest ist grau hinterlegt.

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