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Unsere gemeinsame Vision ist ein starkes, bundesweites Museum der Migrationsgesellschaft – daran halten wir fest, unabhängig vom Standort.

Seit über 35 Jahren arbeitet DOMiD mit unermüdlichem Einsatz daran, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. 

Die Planung eines Standorts in Köln‑Kalk war für uns ein wichtiger und emotional bedeutsamer Schritt. Es kam zusammen, was zusammengehört.

Leider haben Gutachten und die Entwicklung der Baukosten gezeigt, dass eine Realisierung des Museums an diesem Ort unter den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen nicht möglich ist, ohne das gesamte Projekt zu gefährden. Das können wir als Bauherrin dieses Großprojekts und gegenüber all den Menschen, die uns seit Jahren begleiten und vertrauen, nicht verantworten. Dies ist keine Entscheidung gegen Kalk, sondern für die Rettung der bestehenden Fördermittel und damit unseres Ziels: Der Verwirklichung des Museums Selma.

Wir haben monatelang mit Zuwendungsgebern um die Gewährung der Mehrkosten gerungen. Wir haben gekämpft um diese Finanzmittel, um den Traum von dem Museum in Kalk realisieren zu können. Das hat uns zeitweise physisch und psychisch sehr viel abverlangt und war eine emotionale Achterbahnfahrt. Wo immer möglich, haben wir Menschen aus unserem Netzwerk aktiviert, um auf Entscheidungsträger*innen Einfluss zu nehmen. Umso bitterer war es für uns zu erkennen: Der Wind hat sich gedreht in diesem Land. Wir erhalten keine zusätzlichen Mittel. Verantwortung für unsere Mission, Migrationsgeschichte in das bundesweite Gedächtnis zu bringen, heißt auch, ehrlich mit Finanzrealitäten und der derzeitigen politischen Mehrheitslage umzugehen. Dem mussten wir uns stellen.

Wir sehen, wie groß das Engagement von Menschen und Initiativen für den Standort Kalk ist und freuen uns darüber. Sollte es gelingen, die fehlenden 33 Millionen Euro zu sichern, werden wir den Faden in den Hallen Kalk umgehend wieder aufnehmen– sofern die Rahmenbedingungen dies zulassen. Entsteht ein anderes realistisches Szenario, prüfen wir das im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Wir bitten aber um euer Verständnis, dass wir als Projektträger vor dem genannten Hintergrund die Prüfung eines Standorts im Kulturzentrum am Neumarkt weiterverfolgen und um eine politische Mehrheit dafür werben. Vor dem aktuellen Hintergrund ist die Sicherung der Fördermittel die oberste Priorität, um das Museum Selma zu verwirklichen.

Selbst mit der Hälfte der ursprünglich geplanten Ausstellungsfläche können wir unser Versprechen eines bundesweiten Migrationsmuseums einlösen. Ob über Kooperationsprojekte, Outreach-Formate in anderen Städten und andere kreative kuratorische und programmatische Wege: Wir können auch im KAN eine wirkungsvolle Repräsentation der Geschichten und Perspektiven der Migrationsgesellschaft realisieren. 

Lasst uns auf unterschiedlichen Wegen gemeinsam an der Vision von Museum Selma arbeiten.

DOMiD, 27.03.2026

Eine Person betrachtet einen Info-Flyer der Initiative "Museum Selma bleibt".

Museumsbau

Petition zur Unterstützung unseres Museums gestartet

— Wer seine Unterstützung für das Museum Selma äußern möchte, kann das jetzt ganz konkret tun: Die von uns unabhängige Initiative „Museum Selma bleibt“, die sich für unser Museum einsetzt, hat eine Online-Petition ins Leben gerufen.

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Die Visualisierung von ATELIER BRÜCKNER zeigt den geplanten Eingangsbereich des Museums Selma. Die Entwurfsidee wurde mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet.

Architektur, Museumsbau

DOMiD prüft stark reduziertes Migrationsmuseum am Standort Köln-Kalk

— Das Kulturzentrum am Neumarkt (KAN) kann nicht Heimat des Museums Selma werden. Das ist Ergebnis intensiver Prüfungen. Deshalb prüft der Museumsträger DOMiD jetzt die Möglichkeit, durch starke Einschnitte im Raumprogramm das Museum Selma mit den vorgegebenen Mitteln am ursprünglichen Standort Halle 70 in Köln-Kalk umzusetzen.

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Zu sehen ist eine freigelegtes Stahlgerüst einer Industriehalle, das als Vorplatz des Eingangsbereiches des Museum Selma dient.

Museumsbau

Transparenz in der Standortdebatte: Fakten und Antworten zum Museum Selma

— Wir schaffen Transparenz in der Debatte um den Standort von Museum Selma, beantworten Fragen, bündeln überprüfbare Daten, ordnen sie ein und zeigen, welche verbreiteten Behauptungen falsch oder verkürzt sind.

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